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Wassergerbundene Kiesweg-Sanierung

Wegesanierung | Fensterle GbR

Wassergebundene Schotter- und Kieswege werden häufig vernachlässigt. Dabei lässt sich durch eine kontinuierliche Pflege der langfristige Kostenaufwand pro Laufmeter erheblich reduzieren. Durch rechtzeitige Maßnahmen können größere Schäden vermieden und die Lebensdauer des Weges deutlich verlängert werden.

Wir unterscheiden dabei zwischen einer regelmäßigen Pflegemaßnahme und einer Grundinstandsetzung. Die jeweils geeignete Maßnahme richtet sich nach dem Zustand des Weges und dem Grad der vorhandenen Schäden.

 

Eine Pflegemaßnahme sollte bei normal genutzten Wegen etwa einmal jährlich durchgeführt werden. Bei stark frequentierten Wegen empfehlen wir zwei bis drei Pflegedurchgänge pro Jahr.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Pflege ist, dass das Dachprofil noch intakt ist, keine Schlaglöcher vorhanden sind und die Deckschicht noch über ausreichend Material verfügt. In diesem Zustand können beginnende Unebenheiten frühzeitig beseitigt und größere Sanierungsmaßnahmen vermieden werden.

Bei der Pflegemaßnahme wird das in den Fahrspuren verdrängte Material durch eine zügige Überfahrt gleichmäßig über die gesamte Wegbreite verteilt. Dadurch erhält der Weg wieder eine geschlossene und gleichmäßige Oberfläche, wodurch der Wasserabfluss wiederhergestellt wird.

Bei Bedarf wird zusätzlich das Bankett ausgearbeitet, um einen ungehinderten Wasserabfluss sicherzustellen. Durch regelmäßige Pflege lässt sich die Lebensdauer des Weges deutlich verlängern und der Bedarf einer kostenintensiven Grundinstandsetzungsmaßnahme reduzieren.

 

Eine Grundinstandsetzung ist erforderlich, wenn der Weg bereits Schlaglöcher aufweist, die ursprüngliche Profilierung ausgefahren ist und ein ausreichender Wasserabfluss nicht mehr gewährleistet werden kann.

Wird die Instandsetzung rechtzeitig durchgeführt, kann in der Regel auf die Zugabe von neuem Wegematerial verzichtet werden. Zunächst wird das Bankett abgeschoben und der Weg ganzflächig bis zur Tiefe der vorhandenen Schlaglöcher aufgerissen. Dadurch werden Schadstellen beseitigt und gleichzeitig die Deckschicht gleichmäßig durchmischt.

Anschließend wird der Weg neu profiliert. Dabei empfehlen wir ein ausreichend ausgeprägtes Dachprofil, da dieses einen deutlich besseren Wasserabfluss ermöglicht als ein einseitiges Gefälle. Im nächsten Arbeitsschritt wird die Deckschicht mit einem Plattenverdichter verdichtet, um eine stabile und belastbare Oberfläche herzustellen.

Für ein optimales Ergebnis empfehlen wir, den Weg anschließend austrocknen zu lassen. Durch die Trocknung gewinnt die Deckschicht zusätzlich an Festigkeit und Belastbarkeit.

Wird die Sanierung hingegen zu lange hinausgezögert, ist häufig eine deutlich kostenintensivere Neuaufkiesung erforderlich, um die notwendige Profilierung und Tragfähigkeit des Weges wiederherzustellen.

 

Schritt für Schritt

Grundinstandsetzung

Bankett abschieben

Der erste und wichtigste Arbeitsschritt ist die Bankettbearbeitung. Nur wenn der Wasserabfluss gewährleistet ist, kann die langfristige Funktionsfähigkeit des Weges erhalten bleiben. Ein freies Bankett sorgt dafür, dass Oberflächenwasser kontrolliert abgeleitet wird und der Weg deutlich weniger anfällig für Schäden durch Starkregen oder Staunässe ist.

Durch die spezielle Form des Räumschildes wird das Material in eine Rollbewegung versetzt, wodurch es gleichmäßig verteilt wird und keine störenden Materialhaufen entstehen.

Alternativ kann das Bankettmaterial mithilfe des Knickschildes seitlich zusammengezogen werden. Das gesammelte Material lässt sich anschließend für einen effizienten Materialabtransport einfach aufnehmen und abtransportieren.

Auch ein vorhandener Mitteltreifen kann im selben Arbeitsgang bearbeitet werden. Das Material lässt sich je nach Anforderung entweder seitlich verteilen oder gezielt zusammenziehen.

Der nächste Arbeitsschritt ist das Aufreißen der Wegdecke. Hierfür werden die am Schild integrierten Aufreißmeißel ausgeklappt, sodass die gesamte Wegfläche bearbeitet werden kann. Dabei wird die Deckschicht vollflächig bis mindestens zur Tiefe vorhandener Schlaglöcher aufgerissen.

Durch diesen Arbeitsgang werden Verdichtungen und Unebenheiten aufgelöst und das vorhandene Material neu durchmischt. Die Grob- und Feinanteile der Deckschicht werden wieder gleichmäßig verteilt, wodurch die ursprüngliche Struktur des Wegematerials weitgehend wiederhergestellt wird.

Eine homogene Mischung der verschiedenen Kornanteile ist entscheidend für die Tragfähigkeit und Stabilität einer wassergebundenen Wegedecke. Sie bildet die Grundlage für die anschließende Profilierung und eine dauerhaft belastbare Wegoberfläche.

Wegdecke aufreißen

Profilierung des Wegekörpers

Das Herzstück des Systems ist das knick- und schwenkbare Planierschild.  Mit ihm wird die Wegoberfläche präzise profiliert und in die gewünschte Form gebracht. Je nach Anforderung können unterschiedliche Querprofile hergestellt werden, wobei insbesondere das für wassergebundene Wege empfohlene Dachprofil effizient umgesetzt werden kann.

Durch die spezielle V-Stellung des Schildes lässt sich das Dachprofil bereits in einer einzigen Überfahrt herstellen. Gleichzeitig kann das Schild bis zu 2 m³ Material vor sich her bewegen. Dadurch steht während der gesamten Profilierung ausreichend Material zur Verfügung, um Unebenheiten auszugleichen und die Wegdecke gleichmäßig aufzubauen.

Das Ergebnis ist eine sauber profilierte Wegoberfläche mit optimalen Voraussetzungen für einen funktionierenden Wasserabfluss und eine lange Lebensdauer des Weges.

Wurde die Sanierung über einen längeren Zeitraum hinausgezögert oder weist der Weg bereits starke Schäden auf, reicht das vorhandene Wegematerial häufig nicht mehr aus. Im Laufe der Zeit wird Material durch den Verkehr in das Bankett verdrängt. Dort vermischt es sich mit Bewuchs, organischen Bestandteilen und Humus und kann für den Wegebau nicht mehr verwendet werden.

In solchen Fällen ist die Zugabe von neuem Wegematerial unumgänglich, um die erforderliche Schichtstärke und Profilierung wiederherzustellen. Durch die Fähigkeit des Schildes, größere Materialmengen vor sich her zu ziehen, kann das neue Material schnell, gleichmäßig und präzise eingearbeitet werden.

Aufziehen von neuem Wegematerial

Verdichten des Wegekörpers 

Der letzte Arbeitsschritt ist die Verdichtung der Wegedecke. Sie sorgt dafür, dass sich die neu profilierte Oberfläche verfestigt und eine dauerhaft belastbare Fahrbahn entsteht.

Für diesen Arbeitsschritt setzen wir bewusst auf einen Plattenverdichter. Der Einsatz einer Straßenwalze ist bei wassergebundenen Wegen oft nachteilig, da der starre Walzenkörper vor allem die Wegmitte belastet und dabei das zuvor hergestellte Dachprofil beeinträchtigen kann.

Durch die flexible Auflagefläche des Plattenverdichters wird die Verdichtung gleichmäßig über die gesamte Wegbreite erreicht. Die Kornstruktur der Deckschicht wird optimal miteinander verzahnt, wodurch eine stabile und widerstandsfähige Wegoberfläche entsteht.

Nach der Verdichtung empfiehlt es sich, den Weg ausreichend austrocknen zu lassen. Während dieses Prozesses gewinnt die Deckschicht zusätzlich an Festigkeit, wodurch die Belastbarkeit und Langlebigkeit des Weges weiter verbessert werden.

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